Archiv der Kategorie: Radtouren

PV2019 Tag 3: Zum Gorges d‘Oppedette

Unsere heutige Tour ging über den Col de l’Aire

zum Gorges d’Opedette, den wir rechts passierten um dann, bergauf-bergab fahrend,

in Saint Michelle l’Observatoire eine genehmigte Pause zu machen. Diesmal war der Wirt in der Lage eine Bestellung auf französisch aufzunehmen. Und das Plakat neben dem Café passte zu unsere schönen Tour.

Weiter ging es über den Col des toten Impert (von der anderen Seite her) zurück nach Pierrevert, wo uns kurz vor dem Ziel noch der Plattenteufel erwischte.

Abends gab es das bereits mehrmals geübte Lob für das sehr gute Abendessen.

Über die abendliche Diskussion ist nichts weiter besonderes zu berichten, außer, dass es um das Osterrätsel der Süddeutschen Zeitung ging.

Wie üblich findet man die Tour von uns hinter diesem Link.

PV2019 Tag2: Die Nordschleife

Über den bereits bekannten Col de la Mort d‘Imbert ging es nach Forcalquier, wo wir von einem typischen Markt der Provence empfangen wurden und den wir, da gesperrt war, zu Fuß durchqueren mussten.

Im Marktgetümmel waren wir gewarnt vor Taschendieben, die hier sogar einen Ausstellungsstand ihrer Waren hatten.

Obwohl wir uns in einem malerischen und lebendigen Marktgetümmel befanden, von dem wir uns gern hätten treiben lassen, wurde dem Antrag auf Kaffeepause von Seiten der Organisation nicht stattgegeben. Die Weiterfahrt und ein wunderbarer Anstieg mit einem Blick auf schneebedeckte Alpengipfel hat den Schmerz schnell vertrieben.

Es war Montag. Die Bars hatten nur das Notwendigste im Angebot und unsere Suche nach einer geeigneten Stärkung war glatt für den

Es war die Werbeplastik des Lokals, in dem wir tatsächlich nichts zu Essen bekamen. Sogar die Bestellung „Thé Froid“ von Rainer verstand der Ober nicht. Aber er verstand das Wort „Ice-Tea“ („Parlez vous franglais?“). So blieben uns nur der Proviant und die Getränke, die wir mitgebracht hatten. Das hat aber gereicht. Derart provisorisch gestärkt erreichten wir nach weiteren schönen 45 Kilometer unser Basislager in Pierrevert.

Dann servierte uns Siegi Spargel mit Kartoffeln, Schinken und Sauce Hollandaise vom Feinsten. Eine intensive Diskussion zu den neuen Medien gab dem Abend dann noch seine intellektuelle Würze.

Wem jetzt noch der Streckenverlauf und Höhenprofil interessiert, der findet sie hier.

PV2019 Tag 1: Ein stürmischer Tag in der Provence

Wir starteten behelmt und fast pünktlich, auch wenn einer den seinen vergessen hatte. Der Helmfundus des Hauses konnte dieses Problem glücklicherweise schnell beheben.

Passt, wackelt und hat (keine) Luft

Dieser Logik folgend, wurde das Startbild ohne den unansehnlichen Ersatzhelm aufgenommen.

Dann ging es endlich auf unsere Runde und wir starteten einen vergeblichen Kampf gegen den Mistral, der gefühlt von allen Seiten auf uns einstürmte. Dennoch, das Wetter und die Landschaft waren einfach traumhaft.

Irgendwann erkannten wir, dass der Besuch des Grabes von Camus eine Sisyphusarbeit und Versuch über das Absurde sein würde sein wird. Stattdessen suchten wir das Kaffee am „Basin de Cucuron“ auf. Es war aber zu schattig und es fehlte auch das Schiff (siehe den Blog zu PV 2010), so dass wir die Pause auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Trotz verkürzter Runde (hier der Link auf die Tour ) haben wir uns unseren guten Appetit nicht nehmen lassen (Dank einer großartigen Köchin) konnten wir unseren Hunger stillen. Die Aussicht auf eine fast windstille Runde am morgigen Tag tat hierzu ein übriges.

Bei der abendlichen Diskussion ging es u.a. um Doping im Radsport und der Unfähigkeit der Verbände diesen Missstand zu beseitigen.

Die Eindrücke über die Kraft des Windes wurden neulich auf dem Titelbild des Spiegel vom 4. Mai plastisch dargestellt. Aber im Gegensatz zu den dort abgebildetes defekten Windrädern haben uns unsere Räder sicher nach Hause gebracht.

Pierrevert 2019: Anreise

Für diese gibt es eine schwäbische und eine badische Variante.

Zunächst die badische:
Abfahrt sehr spät (10:45 Uhr), weil noch letzte Erledigungen gemacht werden mussten. Wir wählten die Route über die Autobahn des Rhonetals, die Schweiz vermeidend. Französische Autobahnen haben gegenüber den Schweizer Autobahnen den Nachteil, dass man mehrfach abkassiert wird. Aber sie haben, im Gegensatz zu den Deutschen jenen Vorteil, dass man beim Pinkeln nicht abkassiert wird. Das Rhonetal verlassend erreichten wir über einige unbekannte Departementstraßen dennoch fast pünktlich zum Abendessen unser Ziel.

Und nun die schwäbische:
Treffen in Engen bei McDonald (die Gründe können erfragt werden), um dann pünktlich um 9 Uhr nach Pierrevert aufzubrechen. Interessante Gespräche und ein unglaublich schlechtes Wetter (Regen, Schnee, Hagel, alles, was das Radlerherz begehrt (4,9 Vol%/2)), brachten uns schnell nach Sisteron und dort in die Sonne. Pünktlich erreichten wir unser Ziel Pierrevert.

Das gemeinsame Ziel:
Gemütliches Abendessen bei Sonne und Wärme auf der Terrasse (das Bier wurde nicht warm). Die anschließende Diskussion über Grün, Atom, SPD, Kevin, CDU, radioaktive Verfallszeiten zogen sich hin. Den OB aus TÜ haben wir nicht weiter besprochen, dies folgt sicherlich an einem der nächsten Abenden. Und es wurde auch die morgige Tour besprochen, die uns, trotz Mistral, nach Lourmarin an das Grab von Albert Camus führen wird.