PV2019 Tag 4: Route Barrée

Heute haben wir den Besuch des Grabes von A. Camus nachgeholt, der am Sonntag dem starken Wind leider zum Opfer fiel.

Neben Camus ist auch seine Frau beerdigt mit einer Inschrift auf dem Grabstein, die wir in den heutigen Zeiten so nicht mehr schreiben würden.

Leider machen die Grabstätten einen ungepflegten Eindruck. Wer sich näher mit Camus und seine literarische Bedeutung beschäftigen will, findet auf Wikipedia viele Informationen (siehe oben).

Unsere Fahrt war auch diesmal mit einigen Hindernissen gespickt, da einmal das Wetter kühl, wolkig und windig war und uns zusätzlich zwei Baustellen den Weg versperrten.

Entschädigt wurden wir aber von der herrlichen Landschaft in ihrer Farbenpracht

und den Sehenswürdigkeiten in den Städten, die wir durchquerten (hier La Tour d’Aigues).

Wie der Wetterbericht vorhergesagt hatte, wurde es am Nachmittag wieder wärmer und die Sonne strahlte von dem blauen Himmel der Provence.

Abendessen wie in den letzten Tagen reichlich und ausgezeichnet, auch wenn der Herr mit dem Daumen diesmal zu spät kam (er wurde nicht wegretuschiert).

Für die Interessierten, hier noch die Tour.

PV2019 Tag 3: Zum Gorges d‘Oppedette

Unsere heutige Tour ging über den Col de l’Aire

zum Gorges d’Opedette, den wir rechts passierten um dann, bergauf-bergab fahrend,

in Saint Michelle l’Observatoire eine genehmigte Pause zu machen. Diesmal war der Wirt in der Lage eine Bestellung auf französisch aufzunehmen. Und das Plakat neben dem Café passte zu unsere schönen Tour.

Weiter ging es über den Col des toten Impert (von der anderen Seite her) zurück nach Pierrevert, wo uns kurz vor dem Ziel noch der Plattenteufel erwischte.

Abends gab es das bereits mehrmals geübte Lob für das sehr gute Abendessen.

Über die abendliche Diskussion ist nichts weiter besonderes zu berichten, außer, dass es um das Osterrätsel der Süddeutschen Zeitung ging.

Wie üblich findet man die Tour von uns hinter diesem Link.

PV2019 Tag2: Die Nordschleife

Über den bereits bekannten Col de la Mort d‘Imbert ging es nach Forcalquier, wo wir von einem typischen Markt der Provence empfangen wurden und den wir, da gesperrt war, zu Fuß durchqueren mussten.

Im Marktgetümmel waren wir gewarnt vor Taschendieben, die hier sogar einen Ausstellungsstand ihrer Waren hatten.

Obwohl wir uns in einem malerischen und lebendigen Marktgetümmel befanden, von dem wir uns gern hätten treiben lassen, wurde dem Antrag auf Kaffeepause von Seiten der Organisation nicht stattgegeben. Die Weiterfahrt und ein wunderbarer Anstieg mit einem Blick auf schneebedeckte Alpengipfel hat den Schmerz schnell vertrieben.

Es war Montag. Die Bars hatten nur das Notwendigste im Angebot und unsere Suche nach einer geeigneten Stärkung war glatt für den

Es war die Werbeplastik des Lokals, in dem wir tatsächlich nichts zu Essen bekamen. Sogar die Bestellung „Thé Froid“ von Rainer verstand der Ober nicht. Aber er verstand das Wort „Ice-Tea“ („Parlez vous franglais?“). So blieben uns nur der Proviant und die Getränke, die wir mitgebracht hatten. Das hat aber gereicht. Derart provisorisch gestärkt erreichten wir nach weiteren schönen 45 Kilometer unser Basislager in Pierrevert.

Dann servierte uns Siegi Spargel mit Kartoffeln, Schinken und Sauce Hollandaise vom Feinsten. Eine intensive Diskussion zu den neuen Medien gab dem Abend dann noch seine intellektuelle Würze.

Wem jetzt noch der Streckenverlauf und Höhenprofil interessiert, der findet sie hier.

PV2019 Tag 1: Ein stürmischer Tag in der Provence

Wir starteten behelmt und fast pünktlich, auch wenn einer den seinen vergessen hatte. Der Helmfundus des Hauses konnte dieses Problem glücklicherweise schnell beheben.

Passt, wackelt und hat (keine) Luft

Dieser Logik folgend, wurde das Startbild ohne den unansehnlichen Ersatzhelm aufgenommen.

Dann ging es endlich auf unsere Runde und wir starteten einen vergeblichen Kampf gegen den Mistral, der gefühlt von allen Seiten auf uns einstürmte. Dennoch, das Wetter und die Landschaft waren einfach traumhaft.

Irgendwann erkannten wir, dass der Besuch des Grabes von Camus eine Sisyphusarbeit und Versuch über das Absurde sein würde sein wird. Stattdessen suchten wir das Kaffee am „Basin de Cucuron“ auf. Es war aber zu schattig und es fehlte auch das Schiff (siehe den Blog zu PV 2010), so dass wir die Pause auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Trotz verkürzter Runde (hier der Link auf die Tour ) haben wir uns unseren guten Appetit nicht nehmen lassen (Dank einer großartigen Köchin) konnten wir unseren Hunger stillen. Die Aussicht auf eine fast windstille Runde am morgigen Tag tat hierzu ein übriges.

Bei der abendlichen Diskussion ging es u.a. um Doping im Radsport und der Unfähigkeit der Verbände diesen Missstand zu beseitigen.

Die Eindrücke über die Kraft des Windes wurden neulich auf dem Titelbild des Spiegel vom 4. Mai plastisch dargestellt. Aber im Gegensatz zu den dort abgebildetes defekten Windrädern haben uns unsere Räder sicher nach Hause gebracht.