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Pierrevert 2019: Eine Zusammenfassung

Die Woche in Pierrevert war geprägt von einem schönen Wetter (trotz Mistral) und tollen Touren, die wir unfallfrei absolvierten. Als nützlich haben sich Komoot für die Planung der Runden und die Wetter-App Epic Ride Weather für die Vorhersage auf das Wetter der jeweiligen Runde erwiesen. Vor allem diese Wetter-App ist intelligent aufgebaut und zeigt alle wesentlichen Daten, die einen Radsportler interessieren: Temperatur, Bewölkung, Windrichtung, Windstärke etc.

Alles über das Essen, die Diskussionen und Sonstiges finden sich in den jeweiligen Blogbeiträgen, die mit diversen Photos ergänzt sind. Diese sind hier im Überblick eingefügt und können mit einem einfachen Click aufgerufen werden. Die GPX-Daten der Strecken können einfach aus dem Folder Pierrevert 2019 auf Gpsies herunter geladen werden (einfach mal hier klicken).

Mit den von uns dokumentierten und gesammelten Eindrücken sind die nächsten Tage in der Provence schon geplant.

Auf ein Neues in 2020 und ein Selfie anstelle der Unterschriften.

PV2019 Tag 5: Die Königsetappe

Heute war ein grandioses Fahrradwetter: Blauer Himmel, fast kein Wind und eine milde Temperatur luden uns zu unserer letzten großen Runde ein. Diese führte uns über Lourmarin nach Buoux mit einer ersten Pause in einem neu eröffneten Gartenlokal,

wo eine zufriedenen Runde ihren Kaffe oder Tee genoss.

Über die Höhen des Luberon ging es weiter nach Céreste, wo wir vor dem Anstieg zum Col de l’Aire nochmals Energie tankten. Die „Tankstelle“ war ein heißer Tipp. Weiteres dazu findet sich unter https://de.m.wikipedia.org/wiki/Scaramouche und http://www.glaces-scaramouche.com/glaces-artisanales

Derart gestärkt flogen wir den Col hinauf und hinab. Und es waren dann nur noch wenige Kilometer bis zum Ziel in Pierrevert, das wir nach 100 eindrucksvollen Kilometern unbeschadet erreichten.

Diesmal war der Herr mit den Daumen auch pünktlich zugange und rührte emsig den Salat um. Zu Essen gab es die Reste, was ja das Beste sein soll.

Anschließend wurde gerätselt, warum und wie ein e-Bike Motor einen Radler unterstützt. Unser Physiker Matthias hat zu dieser Stunde gefehlt. Aber vielleicht hilft diese Ausarbeitung, die wir aber nicht mehr uns erarbeiten wollten.

Morgens soll es schlechtes Wetter geben. Na ja, wir warten einfach ab.

PV2019 Tag 4: Route Barrée

Heute haben wir den Besuch des Grabes von A. Camus nachgeholt, der am Sonntag dem starken Wind leider zum Opfer fiel.

Neben Camus ist auch seine Frau beerdigt mit einer Inschrift auf dem Grabstein, die wir in den heutigen Zeiten so nicht mehr schreiben würden.

Leider machen die Grabstätten einen ungepflegten Eindruck. Wer sich näher mit Camus und seine literarische Bedeutung beschäftigen will, findet auf Wikipedia viele Informationen (siehe oben).

Unsere Fahrt war auch diesmal mit einigen Hindernissen gespickt, da einmal das Wetter kühl, wolkig und windig war und uns zusätzlich zwei Baustellen den Weg versperrten.

Entschädigt wurden wir aber von der herrlichen Landschaft in ihrer Farbenpracht

und den Sehenswürdigkeiten in den Städten, die wir durchquerten (hier La Tour d’Aigues).

Wie der Wetterbericht vorhergesagt hatte, wurde es am Nachmittag wieder wärmer und die Sonne strahlte von dem blauen Himmel der Provence.

Abendessen wie in den letzten Tagen reichlich und ausgezeichnet, auch wenn der Herr mit dem Daumen diesmal zu spät kam (er wurde nicht wegretuschiert).

Für die Interessierten, hier noch die Tour.

PV2019 Tag 3: Zum Gorges d‘Oppedette

Unsere heutige Tour ging über den Col de l’Aire

zum Gorges d’Opedette, den wir rechts passierten um dann, bergauf-bergab fahrend,

in Saint Michelle l’Observatoire eine genehmigte Pause zu machen. Diesmal war der Wirt in der Lage eine Bestellung auf französisch aufzunehmen. Und das Plakat neben dem Café passte zu unsere schönen Tour.

Weiter ging es über den Col des toten Impert (von der anderen Seite her) zurück nach Pierrevert, wo uns kurz vor dem Ziel noch der Plattenteufel erwischte.

Abends gab es das bereits mehrmals geübte Lob für das sehr gute Abendessen.

Über die abendliche Diskussion ist nichts weiter besonderes zu berichten, außer, dass es um das Osterrätsel der Süddeutschen Zeitung ging.

Wie üblich findet man die Tour von uns hinter diesem Link.

PV2019 Tag2: Die Nordschleife

Über den bereits bekannten Col de la Mort d‘Imbert ging es nach Forcalquier, wo wir von einem typischen Markt der Provence empfangen wurden und den wir, da gesperrt war, zu Fuß durchqueren mussten.

Im Marktgetümmel waren wir gewarnt vor Taschendieben, die hier sogar einen Ausstellungsstand ihrer Waren hatten.

Obwohl wir uns in einem malerischen und lebendigen Marktgetümmel befanden, von dem wir uns gern hätten treiben lassen, wurde dem Antrag auf Kaffeepause von Seiten der Organisation nicht stattgegeben. Die Weiterfahrt und ein wunderbarer Anstieg mit einem Blick auf schneebedeckte Alpengipfel hat den Schmerz schnell vertrieben.

Es war Montag. Die Bars hatten nur das Notwendigste im Angebot und unsere Suche nach einer geeigneten Stärkung war glatt für den

Es war die Werbeplastik des Lokals, in dem wir tatsächlich nichts zu Essen bekamen. Sogar die Bestellung „Thé Froid“ von Rainer verstand der Ober nicht. Aber er verstand das Wort „Ice-Tea“ („Parlez vous franglais?“). So blieben uns nur der Proviant und die Getränke, die wir mitgebracht hatten. Das hat aber gereicht. Derart provisorisch gestärkt erreichten wir nach weiteren schönen 45 Kilometer unser Basislager in Pierrevert.

Dann servierte uns Siegi Spargel mit Kartoffeln, Schinken und Sauce Hollandaise vom Feinsten. Eine intensive Diskussion zu den neuen Medien gab dem Abend dann noch seine intellektuelle Würze.

Wem jetzt noch der Streckenverlauf und Höhenprofil interessiert, der findet sie hier.

Pierrevert 2019: Anreise

Für diese gibt es eine schwäbische und eine badische Variante.

Zunächst die badische:
Abfahrt sehr spät (10:45 Uhr), weil noch letzte Erledigungen gemacht werden mussten. Wir wählten die Route über die Autobahn des Rhonetals, die Schweiz vermeidend. Französische Autobahnen haben gegenüber den Schweizer Autobahnen den Nachteil, dass man mehrfach abkassiert wird. Aber sie haben, im Gegensatz zu den Deutschen jenen Vorteil, dass man beim Pinkeln nicht abkassiert wird. Das Rhonetal verlassend erreichten wir über einige unbekannte Departementstraßen dennoch fast pünktlich zum Abendessen unser Ziel.

Und nun die schwäbische:
Treffen in Engen bei McDonald (die Gründe können erfragt werden), um dann pünktlich um 9 Uhr nach Pierrevert aufzubrechen. Interessante Gespräche und ein unglaublich schlechtes Wetter (Regen, Schnee, Hagel, alles, was das Radlerherz begehrt (4,9 Vol%/2)), brachten uns schnell nach Sisteron und dort in die Sonne. Pünktlich erreichten wir unser Ziel Pierrevert.

Das gemeinsame Ziel:
Gemütliches Abendessen bei Sonne und Wärme auf der Terrasse (das Bier wurde nicht warm). Die anschließende Diskussion über Grün, Atom, SPD, Kevin, CDU, radioaktive Verfallszeiten zogen sich hin. Den OB aus TÜ haben wir nicht weiter besprochen, dies folgt sicherlich an einem der nächsten Abenden. Und es wurde auch die morgige Tour besprochen, die uns, trotz Mistral, nach Lourmarin an das Grab von Albert Camus führen wird.